07Jan

Erkältungsmärchen aus 1001 Winternacht

Autor: admin

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Es gibt viele Geschichten, die man sich über Erkältungen erzählt. Einige davon gehören jedoch in den Bereich der Mythen und Märchen. Die große Frage: Was ist davon erfunden und was die Wahrheit?

In den zahlreichen Wintermärchen wird behauptet, dass eine Grippe und eine Erkältung das Gleiche sind. Ganz klar falsch. Das rührt daher, dass in der Umgangssprache harmlose Erkältungskrankheiten meist als eine Grippe „diagnostiziert“ werden. Eine Grippe (Influenza) wird zwar ebenfalls von Viren ausgelöst, aber der Grippevirus ist ein völlig anderes Virus und vor allem viel gefährlicher. Ebenfalls aus dem Reich der Mythen stammt das Märchen: kalt mache krank. Das stimmt so auch nicht! Denn Erkältungen werden fast immer durch Viren ausgelöst. Obwohl die moderne Medizin davon ausgeht, dass die Kälte das Immunsystem schwächt und der Körper so den Viren Tür und Tor öffnet, indem weniger Abwehrzellen in die ausgekühlten Schleimhäute gelangen können. So können Infektionen entstehen.

Wie kannst du dich schützen?

Das nächste Wintermärchen lautet: Bakterien verursachen Erkältungen. Dies ist ebenso falsch. In der Regel sind nur Viren für Erkältungen verantwortlich und demnach auch nicht mit Antibiotika therapierbar. Denn diese entfalten ihre Wirkung nur bei einer bakteriellen Infektion. Zudem führt eine häufige Einnahme von Antibiotika leicht zu Resistenzen. Trotzdem empfiehlt es sich, die Abwehrzellen des Immunsystems zu stärken. Zum Beispiel durch ätherische Öle (Thymian, Eucalyptusöl), Kamille, Efeu-Extrakte und Myrtol. Ein weiteres Wintermärchen behauptet: Husten ist eine Krankheit. Völliger Blödsinn! Grippale Infekte lösen zwar meist Husten aus, aber Husten selbst ist keine Krankheit, sondern eine wichtige Funktion der Regeneration des Körpers.

Hier holst du dir Unterstützung fürs Immunsystem:

Wenn ein Wintermärchen sagt, dass Handvorhalten die Umstehenden schützt, so ist das bei weitem nicht ausreichend. Denn beim Niesen verlassen die klitzekleinen virenverseuchten Tröpfchen mit über 150 km/h die Nase. Das Umfeld sollte lieber gleich „in die Volldeckung gehen“. Ärzte empfehlen, in ein Taschentuch zu niesen. Wobei die Ansteckungsgefahr rund zwei bis vier Tage nach Ausbruch der Krankheit am größten ist. Aber wer weiß schon, wann die Person nebenan infiziert wurde?

Merkwürdige Tatsachen über Erkältungen:

  • Kälte allein führt nicht zu einer Erkältung
  • Kälte kann aber zu lokalen Minderdurchblutungen und so zu einer Schwächung des Immunsystems führen
  • Erkältungen werden durch Viren ausgelöst
  • Antibiotika haben gegen Viren keine Wirkung
  • Husten ist ein wichtiger Schutzreflex
  • Zu viel Schleim schadet nicht, wohl aber zäher Schleim
  • Schleimlöser (aus der Apotheke) verflüssigen zähen Schleim


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